20. Januar

Da heute Sonntag ist findet kein Yoga statt. Natürlich war ich heute schon um 6 Uhr wach.

Der üblich Vormittagsablauf – zusätzlich zu der General Massage bekam ich heute eine Augen Reinigung und eine Wasser Anwendung. Wird leider nicht beschrieben. Mit warmen Wasser wurde ich synchron von zwei Therapeutinnen begossen. Da die Ärztin zur Visite vorbei kann – was sie immer mal wieder macht, um vermutlich die Arbeit der Therapeutin zu kontrollieren – habe ich nach dem Sinn gefragt. Der Wasserguss ist gegen Stress Symptome und bringt den Hormonen Haushalt das Körpers wieder in den Fluss. Sprich gegen Wechseljahresbeschwerden.

Nach dem Treatment bin ich zum Lunch gegangen und anschließend an den Strand für zwei Stunden.

Gegen 15 Uhr sind wir (11 Personen) mit 3 Taxis zu einem Festival gefahren, bei dem 50 Elefanten teilnehmen sollen.

In Kunnamkulam, so heißt der Ort, war schon ganz viel los. Diese Elefanten kommen aus allen Ecken zum Festplatz, der sich an der Stadthalle befindet, gelaufen. Vor dem Elefanten bewegen sich Tänzer und Musiker. Diese machen lautstark Musik, man hat den Eindruck, es ist ein Wettkampf. Es sind einzelne Vereine, die Musiker üben von klein an. Die Gruppen mit den Elefanten laufen durch den Innenhof der Town Hall im Kreis zum Festplatz. Bis wir vor dem Gemeindehaus standen, kam eine Gruppe mit drei Elefanten. Einer davon war die ganze Zeit schon unruhig und fing dann an zu bocken, habe ich noch nie gesehen. Er hat so lange den Rücken geschüttelt, bis von den vier Personen nur noch einer, der das Schild hoch hielt, oben saß. Dieser Elefant löste eine kurze Panik aus. Da ich gerade nicht hingesehen habe,bin ich total erschrocken, als ich von einigen Menschen, die wegrannten, angerempelt wurde. Das war schon ein komisches Gefühl. Das wegrennen lies schnell nach, aber eine gewisse Unruhe war vorhanden, da der Elefant sich nicht beruhigte. Danach wollten unsere Taxifahrer, die uns die ganze Zeit begleitet und nicht aus den Augen gelassen haben , dass wir zurück gehen. Ich wäre gerne noch ein wenig alleine rumgestromert, aber es war kein entkommen. Immer wenn ich mich ein wenig von der Gruppe entfernt habe, kam ein Taxifahrer hinterher und hat mich zurück gebeten.

Wir waren natürlich bei den Indern die Attraktion. Im Hotel wurde uns vorher gesagt, wir sollen mit niemanden reden, uns nicht anfassen lassen oder zu Selfies überreden lassen. Da viel Alkohol bei diesem Fest getrunken wird. Ich fand das ein wenig übertrieben, da am Nachmittag auch noch viele Familien mit Kindern unterwegs waren. Und die betrunkenen hielten sich in Grenzen. Unser junger Begleiter vom Hotel nahm diese Ansage sehr ernst. Es war das erste mal, dass er so einen Ausflug mit Gästen machte. Jedes Mal, wenn einer von uns Kontakt zu den Indern hatte, hat er uns gesagt, wir möchten das bitte nicht machen. Trotzdem war es ein sehr schöner Nachmittag. Wir sind viel durch und mit den indischen Zuschauern gelaufen, haben viel gesehen, kleine Eindrücke gewonnen und so eine große Elefanten Prozession habe ich noch nicht gesehen. Gegen 18 Uhr waren wir dann wieder pünktlich zum Abendessen zurück.

Schon wieder ist ein Tag vorbei.

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